Am St. Magnus-Haus Everswinkel
Einen guten Einblick in den Arbeitsalltag von Altenpflegekräften hat (r.) Frederik Werning (SPD) in einem Tagespraktikum im St. Magnus-Haus in Everswinkel erhalten. Unterstützt wurde er dabei von der examinierten Altenpflegerin Christina Rolf (l.). Hausleitung Linda Altewische (m.) begrüßte den Besuch des Politikers. Bild: St. Magnus-Haus Everswinkel

Mein Tagespraktikum im St. Magnus-Haus: Altenpflege erfordert Allround-Talent

Frederik Werning absolviert Tagespraktikum im St. Magnus-Haus Everswinkel

Everswinkel. Pflege – ein Thema, über das viel gesprochen wird. Das politische Handeln in Form von höherer Vergütung und besseren Arbeitsbedingungen fehlt an vielen Stellen. Einer, der mitreden und anpacken will, ist Frederik Werning. Der Landtagskandidat der SPD für den Kreis Warendorf machte Halt in Everswinkel, um im St. Magnus-Haus einen Tag in der Altenpflege zu arbeiten.

Morgens um sieben startete sein Tag. An seiner Seite Christina Rolf. Die examinierte Altenpflegerin gewährte ihm in ihrer Frühschicht einen Einblick in ihren Arbeitsalltag in der Demenz-WG. Vor der Ankunft ihres Praktikanten hatte Christina Rolf allerdings Bedenken: „Ich habe befürchtet, dass alles so glatt läuft, dass er nicht den vollumfänglichen Einblick bekommt. Denn auch Stress gehört dazu, das sollte man meistern können.“ Doch das war unbegründet.  Pflege, Versorgung, Betreuung – all die Aspekte durfte der Politiker aus Ahlen begleiten. „Er hat sich sehr gut geschlagen und wirklich mit angepackt“, resümierte Christina Rolf. Denn auch beim Mobilisieren von Bewohnerinnen und Bewohnern durfte er helfen.

„Es ist ein sehr vielseitiger Beruf. Man muss ein Allround-Talent sein“, stellte Werning nach seinem Tagespraktikum fest. Er lobte die gesamte Einrichtung: „Im St. Magnus-Haus wird viel getan, damit die Bewohnerinnen und Bewohner in Würde alt sein dürfen, nicht nur in Würde altern.“ Auch den Aspekt der Digitalisierung, wie die digitale Dokumentation, befürwortete er.

„Klatschen alleine reicht nicht“, sagte Werning abschließend. Gemeint sind die Solidaritätsbekundungen vieler Menschen für Pflegende, die im Rahmen der Coronapandemie zwar am Fensterbrett applaudiert haben, auf die aber kein Handeln der Politik folgte. Sein Praktikum gebe ihm einen Einblick für seine politischen Ziele, u.a. die tarifliche Bezahlung in der Pflege, die im St. Magnus-Haus schon immer gewährleistet ist.